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Die neun Schulen

Togakure Ryū

Shinobu (Nin)

Schule der verborgenen Tür – Ninpō Taijutsu (Ninjutsu)

Gegründet um 1165 von Togakure Daisuke (urspr. Nishina Daisuke, er wechselte seinen Namen um der Gefangenschaft zu entgehen), der nach einer verlorenen Schlacht quer durch Japan bis in das Dorf Togakure (Togakushi Dorf) floh. Dort war bereits früher von Mönchen ein Tempel der Shugendo Sekte des Buddhismus gegründet worden. In diesem Dorf studierte er bei der Shugendo Sekte und lernte Ninjutsu unter Kamakure Doshi, der ein Ninja des Hakuun Ryū war. Außer Daisuke unterrichtete Kamakure Doshi auch noch Shima Minamoto, welcher der zweite Soke der Togakure Ryū war.

Ursprünglich eine Schule des Happo Hikenjutsu, entwickelte sie sich später zu einer der Ninja-Hauptschulen innerhalb der Iga-Provinz. Man sagt, dass sehr viel des Iga-Ninjutsu und des Koga-Ninjutsu mit der Togakure Ryū verbunden ist.

Weil diese Ryū die älteste innerhalb des Bujinkan ist, wurden die übrigen acht Schulen alle unter diesen Namen für den „Allgemeingebrauch“ und zur Einordnung innerhalb der heutigen Kampfkünste gestellt. Diese Ryū-ha stammt aus der Iga-Präfektur.

Die Basis bildet das Taijutsu, durch welches der Ninja nicht nur die körperlichen Fertigkeiten erlernt, sondern auch zum Reich der spirituellen Kraft Zugang findet. Das Taijutsu beruht auf natürlichen Körperbewegungen, die den Einsatz aller Köperteile im Kampf möglich machen. Die Hauptziele sind Augen, Ohren/Gehör und Genitalen.

Das Taijutsu ist Voraussetzung für den Einsatz der vielfältigen Waffen des Ninja. Typisch sind der Senban Shuriken, ein vierzackiger Metallwurfstern, der ausschließlich in dieser Ryū vorzufinden ist, das Shuko, ein Vierzack, der an der Handinnenseite getragen und als Kletterhilfe oder auch als Waffe zu Schwertabwehr eingesetzt wurde und das Shindake, ein kleines Bambusrohr, das als Blasrohr oder als Schnorchel benutzt wurde, um sich unter der Wasseroberfläche zu verstecken.

Viele Lehren und Techniken des Bujinkan, wie sie von Sensei Hatsumi überliefert werden, haben ihre Wurzeln im Togakure Ninpō.

Innerhalb dieser Schule existieren neun unterschiedliche Schulungsniveaus (Happo Hikenjutsu).

  1. Taijutsu, Hichojutsu und Nawawaza
  2. Karate, Koppojutsu und Jutaijutsu
  3. Sojutsu und Naginatajutsu
  4. Bojutsu, Jojutsu und Hanbōjutsu
  5. Senban Nage, Ken Nagejutsu und Shurikenjutsu
  6. Kajutsu und Suijutsu
  7. Chikusjo, Gunryaku Hyoho
  8. Oshijutsu
  9. Kenpo, Kodachi

Die Grundlehren sind: Gewalt muss vermieden werden. Das Schwert darf nur gezogen werden, um den Frieden, das Heimatland, die Familie und die Natur zu schützen.

Hatsumi ist der 34. Soke dieser Ryū.

Kumogakure Ryū

Schule des „In den Wolken Versteckens“ – Ninpō

Diese Ryū-ha wurde von Iga Heinaizaemon Ienaga gegründet. Es wird angenommen, dass er der Begründer des Iga-Ninjutsu ist. Um 1624 wurde die Schule von der Toda-Familie in die Togakure Ryū eingegliedert.

Charakteristische Waffen dieser Schule sind der lppon Sugi Noburi, ein etwa 25cm langes Metallrohr mit einer Kette, an deren Ende sich Haken befanden und der Kamayari (ein abgewandelter Yari), der ursprünglich zum Entern von Schiffen entworfen worden war. Auch gegen Schwertangriffe wurde das Kamayari eingesetzt, wobei der Haken hier nach demselben Prinzip wie bei der Jutte genutzt wurde, um Schwerter zu fangen und diese zu kontrollieren. Der Speer wurde gewöhnlich in die Kleidung des Gegners eingehakt oder sichelte die Beine. Das Taijutsu dieser Schule kennzeichnet sich besonders durch Sprünge, Doppelblocks und Doppelfausttechniken. In der Vergangenheit trugen die Krieger dieser Schule Unterarmschilde, denn sie benutzten ihre Unterarme zum Schlagen und zum Blocken.
Diese Ryū stammt ebenfalls aus der Iga-Präfektur.

Hatsumi Soke ist das 14. Oberhaupt dieser Ryū.

Gyokushin Ryū

Schule des Juwelenherzens – Ninpō

Diese Ryū-ha wurde von Sasaki Goemon Teruyoshi gegründet. Viele Lehrer haben für sich beansprucht Techniken dieser Schule erlernt zu haben und diese wurden Ninjutsu, Koppojutsu, Jutaijutsu und Jujutsu genannt.

Diese Schule konzentriert sich mehr auf die taktischen und strategischen Kampfaspekte des Ninpō als auf die Kampftechniken.

Fakt ist lediglich, dass Hatsumi bis heute nicht viel über diese Ryū-ha erzählt hat, aber man weiß, dass sie Techniken beinhaltet, die den Gebrauch eines Seiles wie ein Lasso zeigen und dass die Sutemi-Wurftechniken hier ein hervorzuhebendes technisches Unterscheidungsmerkmal sind

Hatsumi ist der 21. Soke der Gyokushin Ryū.

Gyokku Ryū

Schule des Juwelentigers – Kosshijutsu

Cho Gyokko und Yo Gyokko verließen während der Tang Dynastie ihr Heimatland China, wo ständig Krieg herrschte, und gingen nach Japan. Sie brachten die Anfänge des Gyokko Ryū mit sich. Es gibt zwei Versionen, über den Ursprung: die eine besagt, dass die ursprünglichen Techniken dieser Schule von einer Prinzessin des chinesischen Kaiserhofes entwickelt wurden.

Eine andere Version besagt, dass ein sehr klein und zierlich gebauter Wächter am chinesischen Hof die Techniken auf seine Größe zugeschnitten hat. Demnach würde diese Ryū-ha 1149 von Hakunsai Tozawa gegründet worden sein. Sie ist eigentlich die älteste der neun Schulen, wurde aber erst 1530 formell als Schule eingerichtet. Sandayu Momochi, einer der berühmtesten Ninja in Japan war auch ein Großmeister dieser Ryū-ha.

Diese Art zu kämpfen benutzte schnelle Körperbewegungen und griff besondere Ziele am menschlichen Körper an. Die Besonderheiten dieser Schule sind das Kosshijutsu (Angriffe auf die Muskeln), das Shitojutsu (Kampftechniken mit Daumen und Finger), kraftvolle Blocks, die lange Distanz, Hebel und Würfe.

Aus der Gyokko Ryū entsprangen im Laufe des 16. Jahrhunderts unter anderem die Schulen Gikan Ryū und Koto Ryū.

Die Gyokko Ryū stammt aus der Iga-Präfektur.

Technische Charakteristika:

  • Einsatz von Knie, Hüfte, Wirbelsäule
  • Shuto nennt sich Kitenken
  • Die Kamae schützen das Herz
  • Die Blocktechniken rauben Energie und die Balance
  • Die Techniken erfolgen in einem 45 Grad Winkel zum jeweiligen Punkt.

Die 9 Regeln der Gyokko Ryū:

  1. Der Charakter „NIN“ bedeutet, das Land mit dem eigenen Leben zu schützen.
  2. Vergiss Dein Ego, sei geduldig, fürchte Dich nicht zu sterben.
  3. Schweige in gefährlichen Situationen.
  4. Wenn der Feind stark ist, bewahre einen unerschütterlichen Geist.
  5. Diene dem Lehrer und schütze ihn, wie Du es bei Deinen Eltern tun würdest.
  6. Laster beeinflussen Deine Tüchtigkeit
  7. Trunkenheit beeinflusst Dein Urteilsvermögen
  8. Zerstöre die Energie des Gegners, aber lass ihm sein Leben.
  9. Unterrichte andere nicht ohne die Erlaubnis Deines Lehrers.

Hatsumi ist der 28. Soke dieser Ryū.

Kukishinden Ryū

Schule von der Sage der neun göttlichen Dämonen – Happo Hikenjutsu und Ninpō

Die Ursprünge der Kukishinden Ryū sollen aus China und von japanischen Piraten mit jüdischen/kabbalistischen Einflüssen stammen und weit zurück bis in die Kamakura Ära (um 1180) reichen. Die „Kuki“ des Kukishinden wurden vom jap. Kaiser Go-Daigo (1319-39) ins Leben gerufen. Go-Daigo wird nachgesagt, er sei einer der größten Schwertschmiede Japans gewesen. Er gab den Namen dem Familienbegründer Yasushimaru Takazane, welcher zusammen mit einem anderen Samurai namens Kagoshima dem Kaiser half, den Thron wieder zu erringen. Die „Kuki“ sollen wie „neun Dämonen“ gekämpft haben.

Schwert, Hanbō und Bo sind die herausragendsten Waffen, die charakteristisch für diese Ryū-ha innerhalb des Bujinkan sind. Eine der besonderen Waffen in der Kukishinden Ryū ist das Bisentō. Es ist dem Naginata (welches mehr zum Schneiden genutzt wird) sehr ähnlich, jedoch wesentlich größer und schwerer und wurde eher zum Rammen und Fällen genutzt. Die Klinge am Ende des Stabes war fast 1 Meter lang. Diese Waffe war sehr gut geeignet, auf dem Schlachtfeld die Rüstungen des Gegners zu zerschlagen oder die Schlachtrösser niederzustrecken. Allerdings war aufgrund der Größe und des Gewichts zur Handhabung sehr viel Körpereinsatz und Fußarbeit nötig.

Auch für Seeleute wurde diese Ryū zum Schutz vor Piraten gelehrt, da die Mitglieder aus dem küstenreichen Gebiet von Kumano sehr großen Bezug zur Seefahrt hatten.

Man sollte diese Ryū ha nicht mit der Kukishin Ryū der Familie Kuki verwechseln. Dies ist ein anderer Stil, der jedoch viele Ähnlichkeiten mit der Kukishinden Ryū hat. Möglicherweise waren sie zu einer bestimmten Zeit einmal miteinander verbunden, heute jedoch sind sie vollständig getrennt.

Ueshiba Morihei, der Gründer des Aikidō, studierte einst Kukishin Ryū Happo Hikenjutsu bei der Kuki-Familie (im Bild rechts mit dem Familienoberhaupt Takaharuo Kuki um 1964).

Hatsumi Soke ist das 26. Oberhaupt dieser Ryū.

Shinden Fudō Ryū

Schule des unverrückbaren Herzens – Dakentaijutsu

Die Schule wurde von Izumo Kanja Yoshiteru in der Eikyu Ära gegründet. Izumo Kanja soll auch der Begründer der Kukishinden Ryū Happo Hikenjutsu sein. Die Shindenfudo Ryū war die erste Schule, die Takamatsu Toshitsugu von seinem Großvater Toda Shinryuken Masamitsu erlernte. In diesem Stil werden die Einflüsse des Kempo und des Chinesischen Boxens (Stile, die sein Gründer beherrschte) deutlich spürbar. Eine weitere Charakteristik ist die Anlehnung an den naturalistischen Stil in den Verteidigungstechniken. Man visualisiert im Geist eine Defensivstellung und der Körper begibt sich quasi automatisch in diese Position. Das Hauptprinzip dieses Stiles ist das Prinzip der Natürlichkeit.

Die Shindenfudo Ryū teilt sich in zwei Hälften auf, und zwar in das Dakentaijutsu und in das Jutaijutsu. Im Dakentaijutsu gibt es keine Kamae (Stellungen), diese finden sich ausschließlich im Jutaijutsu. Die im Dakentaijutsu vorkommenden Techniken werden als sehr alt eingestuft, die Techniken des Jutaijutsu hingegen sind erst vor 200-300 Jahren entwickelt worden. Viele Techniken mit dem Schwert kommen in dieser Schule zum Einsatz, aber hauptsächlich solche, in denen das Schwert noch in der Saya (Schwertscheide) steckt.

Toda hatte ein Dōjō in Kobe, über dessen Eingang „Shindenfudo Ryū Jutaijutsu“ stand. In diesem Dōjō gab es folgende 6 Verhaltensregeln, die von allen Schülern zu beachten waren:

  1. Wisse, dass Geduld nur ein Augenblick ist!
  2. Folge stets dem Pfad der Aufrichtigkeit!
  3. Vergiss das Verlangen und den Stolz!
  4. Reue und Wahrheit sind Naturgesetze!
  5. Frieden im Herzen wirst du nur erreichen, indem du das unbewegliche Herz (Shindenfudo) verstehst, d.h. durch Reue, Verständnis und Wahrheit!
  6. Gehorche Deinen Eltern und verwandle Deinen Weg (des Trainings und Studiums) in den Weg des Bushi (Kriegers)!

Takenaka Tetsunoke, ein Seniorschüler von Jigano Kano, dem Gründer des Judo, soll einmal Schüler am Shindenfudo Ryū Dōjō gewesen sein. Kuki Takei von der Kuki Familie des Kukishin Ryū lernte auch einst diese Schule.

Hatsumi ist der 26. Soke dieser Ryū.

Koto Ryū

Den Tiger niederschlagende Schule – Koppojutsu

Diese Ryū-ha wurde 1542 von Skagami Taro Kunishige gegründet. Sie ist die Schwesterschule der Gyokko Ryū und wurde auch erst in 1530 als Schule formell eingerichtet. Als Takamatsu es unterrichtete war es noch unter dem Namen Koppo Karate bekannt, so dass man annimmt, dass der Karate-Teil des Namens wahrscheinlich mit der Einführung des Karate um 1920 weggelassen wurde.

Diese Ryū-ha stammt ebenfalls aus der Iga-Präfektur. Sie hat ansonsten die gleiche Geschichte wie die Gyokko Ryū. Im Gegensatz zu dieser sind die Bewegungsformen der Koto Ryū sehr gradlinig und sehr nahe am Angreifer.

Typische Bewegungen des Koto Ryū sind Yoko Aruki (seitlich über Kreuz gehen) und Toki (Stampftritte auf die Zehen). Charakteristisch sind auch die kurzen Distanzen und harten Schläge auf Knochen und Gelenke (Koppojutsu – die Kunst des Knochenzerstörens).

Ein Spruch in des Koto Ryū lautet: „Die Augen sind alles“ – den Gegner nicht die eigene Absicht in den Augen erkennen lassen, immer die Augenbrauen des Gegners beobachten.

Interessant ist die Handhabung des Schwertes in der Koto Ryū: Die Fußstellung (rechts oder links vorne) sowie die Handhaltung am Griff (rechte oder linke Hand oben) sollten dem Gegner glauben machen, dass sein Gegenüber nicht viel Ahnung von der Schwertkunst hat.

Masaaki Hatsumi ist der 18. Soke dieser Ryū.

Takagi Yōshin Ryū

Schule des baumhoch erhobenen Herzens – Jutaijutsu

Der Ursprung dieser Ryū reicht in die Yeiroku Ära (1568-79) zurück. Zu dieser Zeit lebte am Funagata Yama in Miyagi ein Yamabushi (Bergpriester) aus der Abe Familie, der Unryu (Wolkendrache) genannt wurde. Er war Experte in der Handhabung der Shuriken, des Bojutsu und des Taijutsu der „Amatsu Tatara Rinpo Hiden Makimono". Unryu unterrichtete Ito Ki-i (Ito Sukesada) in seinem Yarijutsu-System, das er „Sessho Hiden no Jutsu“ nannte. Ito Sukesada war ein Samurai von Katakura Kojuro in der Fukishima Provinz. Er gab die Techniken, die Basis für die spätere Takagi Yoshin Ryū, an Takagi Oriuemon Shingenobu, einem jungen Samurai aus Tohoku-Shiraishi Han.

Shingenobu überarbeitete die gelernten Techniken, fasste sie 1625 zusammen und nannte sie „Takagi Yoshin Ryū".

Es gibt viele Stilrichtungen dieser Schule wie z.B. Hon Tai Takagi Yoshin Ryū und Hon Tai Yoshin Ryū. Takamatsu war der Großmeister beider Stilrichtungen, dessen Ryū keine eigentliche Ninjutsu Ryū ist, sondern eine Schule des Samurai Ju Jutsu.

Die Takagi Yoshin Ryū wendet Techniken an, die es fast unmöglich machen sollen, durch Fall- und Rolltechniken zu entkommen.

Dieser Stil des Jujutsu entstand in Gebäuden, während andere Kampfkünste im Freien entwickelt wurden. Daher wird der Gegner geworfen, gehebelt oder dicht am Körper festgehalten, nicht wie bei anderen Kampfkünsten, die ihre Gegner weit von sich schleudern. Man wird darin geschult, das Gewicht des Gegners und seinen Impuls gegen ihn zu verwenden. Im Takagi Yoshin Ryū sieht man zu den Augen und nutzt ein hohes Tempo.

Besondere Techniken sind:

  • Shikko Ashi – das Laufen auf Knien, um Angriffe oder Verteidigungstechniken auszuführen
  • Kuzushi – Gleichgewichtsbrechung
  • Tsuki to Kake – Positionierung und Wurfausführung
  • Omote to Ura no Shugi – Innere und äußere Prinzipien

Diese Schule ist sehr hart und schnell in ihrer Ausführung. Sie zeigt und lehrt aber auch Methoden, durch geistige Stärke eine Situation zu beeinflussen.

Hatsumi Soke ist das 17. Oberhaupt der Takagi Yoshin Ryū.

Gikan Ryū

Schule der Wahrheit, Treue und Gerechtigkeit – Koppojutsu

Diese Schule stammt aus Kawachi. Man sagt, dass der Faustschlag von Uryu Hangan Gikanbo (dem Gründer des Gikan Ryū in der Yeiroku Ära 1558-1570) so stark war, dass er einst eine Schwertklinge in zwei Teile zerschlug.

Der aus der Keio Ära (1865-1868) stammende Soke Gikanbo traf einst Ishitani Takeoi Masatsugu vom Kukishinden Ryū. Er nahm damals an der Schlacht „Tenchigumi no Ran“ teil. Diese Schlacht fand am 17. August 1863 statt. Gikan kämpfte auf der Seite der Kaisertreuen. Nach einer schweren Verletzung zog er sich in einen nahegelegenen Tempel zurück, wo er Ishitani traf, der ihm sagte, dass die Schlacht beendet sei.

Nachdem Ishitani ihn gesund pflegte, ermöglichte er ihm die Flucht in die Iga Provinz. Aufgrund der daraus entstandenen tiefen Freundschaft lehrte Gikan Ishitani das Gikan Ryū, der später auch Soke dieser Schule wurde und sie zu den zwei anderen Schulen Kukishinden Ryū und Hon Tai Takagi Yoshin Ryū (in denen er ebenfalls Soke war) hinzufügte.

Die Gikan Ryū enthält viele Fußtritte, Faustschläge und Würfe (Koppojutsu – Kunst des Knochenbrechens). Eine besondere Lehre dieser Ryū lautet „Bufu ni sente nashi – von dieser Seite kommt nicht der erste Schlag".

Die dynamische Fußarbeit des Gikan Ryū ist innerhalb des Bujinkan weit verbreitet. In der Makimono (Schriftrolle) des Gikan Ryū sind nur die Namen der Techniken aufgezeichnet, weitere Beschreibungen fehlen. Die Techniken wurden immer von Meister zu Schüler weitergegeben. So sollte die Lehre geheimgehalten werden, falls die Rolle gestohlen werden würde.

Ursprünglich gab Takamatsu Sensei die Gikan Ryū an seinen besten Freund und Seniorschüler Akimoto Fumio weiter. Akimoto starb jedoch sehr früh an einer Krankheit und hinterließ keinen Nachfolger. Deshalb kam sie wieder an Takamatsu zurück, der sie dann an Hatsumi weitergab.

Hatsumi Soke ist das 15. Oberhaupt dieser Ryū-ha.